Warum sollte man überhaupt „in die Cloud“ wechseln? Die andere Herangehensweise von Cloud Systemen erfordert ein grundsätzliches Umdenken bei IT-Entscheidern, Entwicklern und Administratoren. Dies kann bei der richtigen Umsetzung zu vielen Vorteilen gegenüber klassischen Lösungen führen.

Performancegewinn

Wie im Beispiel „Haustier gegen Nutztier“ verdeutlicht werden klassische Lösungen nur vertikal skaliert. So wird das zu schwache System durch mehr Speicher, schnellere CPUs oder größere Festplatten aufgerüstet. Der dadurch mögliche Performancezuwachs ist stark begrenzt, da die heutige Hardwareentwicklung dem tatsächlichen Performancebedarf für große Nutzerzahlen hinterher hinkt. Weiterhin begrenzen die hohen Anschaffungskosten oft das Budget für die benötigte Leistungsentfaltung. So dass es bei einem hohen Erfolg der Anwendung zu Lastspitzen kommen kann, die den dauerhaften Betrieb der Anwendung gefährden.

Mit der horizontalen Skalierung bietet OpenStack die Möglichkeit zur Parallelisierung von Anwendungen und Diensten. Die Last wird dadurch auf eine Vielzahl von Systemen verteilt. Durch die theoretisch unendliche Skalierbarkeit einer OpenStack Public Cloud sind der Parallelisierung keine Grenzen gesetzt. Durch „Pay per Use“ zahlen Sie stets nur die tatsächlich genutzten bzw. exklusiv reservierten Ressourcen und sind unabhängig von hohen Anschaffungskosten.

Flexibilitätserhöhung

Klassische Lösungen bieten oft eine sehr eingeschränkte Flexibilität. Wird das eingesetzte System nicht mehr benötigt muss dieses Aufwendig neu aufgesetzt und die neue Anwendung installiert werden. Weiterhin besteht oft eine Abhängigkeit zu einem Soft- oder Hardwarehersteller so dass nicht einfach zu einem anderen Anbieter gewechselt werden kann. Komplizierte Lizenzmodelle erschweren dies zusätzlich.

Die OpenStack Cloud selbst ist Hersteller- und Lizenzunabhängig. Ggf. benötigte Lizenzen z.B. für virtuelle Windows Server werden einfach nach Nutzung monatlich direkt mit dem Cloudanbieter nach dem „Pay per Use“ Modell abgerechnet. Durch die offene API von OpenStack können Sie Ihren Anbieter flexibel wechseln und verhindern somit das sogenannte „Vendor Lock-In“. Durch die Unabhängigkeit von physikalischer Hardware können Sie jederzeit flexibel reagieren. Durch Mechanismen wie AutoScaling werden Lastspitzen automatisch ausgeglichen. Auf saisonale Ereignisse kann Einfluss genommen werden so dass z.B. in der Vorweihnachtszeit ein Onlineshop grundsätzlich mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt bekommt als in den Sommerferien.

Produktivitätssteigerung

Klassische Lösungen werden von eigenen Administratoren oder einem externen Dienstleister betreut, welcher die Rolle des Administrators im Unternehmen einnimmt. Benötigte Änderungen an den Systemen sind meist aufwendig da dies mit dem Administrator koordiniert werden muss und physikalischen Zugriff auf die Systeme benötigt. Wenn zusätzliche Server hinzugefügt werden sollen muss dafür Hardware über den Einkauf bestellt und zusätzliche Höheneinheiten sowie Netzwerkports im Datacenter bereitgestellt werden. So kann ein Deploymentprozess klassischer Systeme von mehreren Tagen bis zu mehreren Wochen dauern.

OpenStack basierte Cloud Lösungen können anstatt durch Administratoren oft direkt durch die Entwickler oder Anwendung selbst gesteuert werden. Der klassische Entwickler nimmt hier die Rolle des „DevOP“s ein und nutzt Möglichkeiten der Cloud wie AutoScaling oder Orchestrierung um die Prozesse zu automatisieren. Dies ermöglicht ein flexibles oder gar automatisches Deployment neuer Systeme in nur wenigen Minuten. Durch Nutzungsprofile in der eigenen Anwendung können Ressourcen produktiver genutzt werden. So lassen sich z.B. Nachts nicht benötigte Parallelinstanzen beenden und statt dessen weitere Instanzen für Datenanalyse und Berechnungen starten.

Kostenersparnis

Neben dem höheren Administrationsaufwand spielen besonders die Anschaffungskosten von klassischen Lösungen eine Rolle. Da die Systeme meistens nur auf einen Anwendungsfall zugeschnitten sind können diese auch nicht einfach für eine Neuverwendung übernommen werden.

OpenStack bietet als Public und Private Cloud je nach Anbieter unterschiedliche Kostenmodelle bei denen Sie ggf. hohe Anschaffungskosten einsparen können. Besonders vorteilhaft ist die hierbei die nutzungsabhängige Bezahlung nach dem „Pay per Use“-Model. Bei Nichtbenutzung können Instanzen in der OpenStack Cloud einfach beendet und durch Instanzen einer anderen Anwendung ersetzt werden. So sparen Sie Ressourcen, bleiben zukunftssicher und skalierbar. Ein weiterer Vorteil bei der Verwendung von OpenStack als Private Cloud ist die Aufteilung der Nutzungskosten auf unterschiedliche Kostenstellen. Durch die Mandantenfähigkeit können Sie Abteilungen als eigene Mandanten anlegen und die Nutzung für jeden Mandanten einzeln nachvollziehen. Dies ist besonders praktisch wenn Sie z.B. als Unternehmen oder Forschungszentrum eine OpenStack Cloud für mehrere Abteilungen bereitstellen wollen, die Nutzung jedoch vom Budget der einzelnen Abteilungen finanziert werden soll.

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